Mustang (130)




Mustang

Der deutsche Jeans-Produzent Mustang nimmt von Anfang an eine besondere Stellung in der europäischen Modewelt ein. In den 30er Jahren außergewöhnlicher Weise von einer Frau gegründet, ging die Marke seither immer ihren ganz eigenen und persönlichen Weg, ohne viel auf die Kritik ewig Gestriger zu geben: Mustang ließ sich in der Nachkriegszeit vom Modebewusstsein amerikanischer GI’s inspirieren und wurde damit zum ersten europäischen Anbieter für die in Amerika bereits gehypte und in Deutschland zunächst verachtete Blue Jeans. Das Unternehmen ging sogar noch weiter und brachte 1953 die erste Jeans für die Frau auf den Markt. Die Marke ist sich stets treu geblieben und schaffte den Aufstieg zu den ganz großen Jeansproduzenten der Welt. Noch heute begeistert das Label mit seinem integren Stil und wirbt mit dem Slogan „True denim for true people”.


Geschichte

Als Luise Hermann 1932 die L. Hermann Kleiderfabrik in Künzelsau gründet, geschieht dies aus der Not heraus: Während der Holzhandel ihres Ehemannes stagniert, wird Berufskleidung für die wachsende Wehrmacht dringend benötigt. Diese stellte Luise alsbald gemeinsam mit sechs Näherinnen her.

Nach Kriegsende treten ihr Sohn Rolf Hermann und Schwiegersohn Albert Sefranek in das Familienunternehmen ein. Diese lassen sich vom Kleidungsstil der amerikanischen Soldaten inspirieren. Besonders die durch Levi Strauss in den USA erfundenen Blue Jeans hatten es ihnen angetan. 1948 tauschte Sefranek sechs Flaschen Schnaps gegen sechs Jeans – diese dienten als Muster für die eigene Produktion. So wurde Mustang noch im selben Jahr der erste europäische Anbieter von Jeans, im darauffolgenden Jahr begann die Serienproduktion und schon 1953 folgte die nächste Sensation: Mustang bringt die erste Jeans für Damen auf den Markt! Die sogenannte „Girl’s Campinghose“ war damals eine Unerhörtheit, wurde die eng geschnittene „Amihose“ doch schon, wenn sie Männer trugen, als ordinär angesehen. Auch in Sachen Waschungen bediente Mustang seine Vorreiterrolle und brachte 1974 als erste Marke industriell vorgewaschene Jeans auf den deutschen Markt.

Mit der Betriebsübernahme von Dietmar Axt erinnert sich Mustang wieder verstärkt seiner Wurzeln und das Mustang-Logo wird 2012 um den Claim „True Denim“ erweitert.


Kooperationen

„Musicmarketing made by Mustang“: In den 90er Jahren kauft Mustang die Rechte an dem Scorpions Song „Living for Tomorrow“ für den Werbefilm „Mustang Jeans never die, they just fade away.“ Die CD-Veröffentlichung bringt der Denim-Marke die goldene Schallplatte ein.

Seit 2004 verfügt das Label über eigene Monobrand-Stores und seit 2007 klärt das interaktive Mustang Museum in Künzelsau über die Firmengeschichte des deutschen Jeans-Vorreiters auf.

2013 beginnt die Zusammenarbeit mit der Sylter Sansibar – die Jeanskollektion „Sansibar Jeans“ entsteht. Das Besondere daran: Erstmals produziert Mustang seine Denim-Produkte völlig ohne den Einsatz von Wasser. Das von Mustang entwickelte Produktionskonzept „Waterfree“ bestätigt ein weiteres Mal den Innovationsgeist und die unumstrittene Vorreiterstellung von Mustang in der Bekleidungsproduktion.

Merkmale

Gründungsjahr:
1932
Firmensitz:
Künzelsau, Deutschland
Gründerin:
Luise Hermann
 
Mustang ist Lizenzinhaber der Joop GmbH und von Bogner Jeans.

Charakteristisches Markenzeichen und besonderes Kennzeichen von Mustang: Erster Anbieter und Produzent von Jeans in Europa und Jeans für Frauen sowie erster europäischer Produzent von Jeans mit Waschungen. Mit der Waterfree-Technologie setzt Mustang nachhaltige Maßstäbe in der Jeansproduktion.

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